Papillonzucht "von Rotmonten"
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Wissenswertes


Hundekauf per Internet

03.09.2008

Hundekauf per Internet

Im Internet hat es tausende von Welpen- oder Hundeangeboten. Wie erkennt man seriöse Züchter? Welche Risiken birgt ein Billigkauf aus dem Ausland?



Hundekauf ist eine Verpflichtung für 10-17 Jahre, je nach Lebenserwartung der Rasse. Der Welpe soll die besten Voraussetzungen mitbringen, gesund und menschvertraut sein.

Die gesetzlichen Schweizer Vorschriften verlangen, dass Welpen mindestens 8 Wochen alt und mit Mikrochip gekennzeichnet sind. Da es mehrere ansteckende Hundekrankheiten gibt, die vor allem Welpen befallen, ist es für den seriösen Züchter selbstverständlich, die Welpen impfen zu lassen und sie nur mit Impfzeugnis, besser mit Heimtierpass zu verkaufen. Da kurz nach Impfung noch Impfreaktîonen auftreten können, sollte die 1. Impfung 10 Tage zurückliegen, wenn der Kleine abgeholt wird.

Ein seriöser Hundezüchter wird Sie als Kaufinteressent einladen, den Wurf, die Mutterhündin und die Aufzuchtanlage zu besichtigen. Ein telefonisches Angebot, den Hund am Bahnhof oder an einer Autobahnraststätte zu übergeben, ohne dass Sie das "Zuhause" des Welpen gesehen haben, sollte Sie zu grosser Vorsicht mahnen.

Im Internet gibt es viele Anbieter aus dem Ausland. Sie sind oft preisgünstiger als Schweizer Züchter, denn die Schweiz ist nun einmal ein Hochpreisland, wo alles, von ausbruchsicheren Zäunen rund ums Grundstück über Tierarztkosten bis zum Futterfleisch teurer ist als anderswo. Wer im Ausland einen Welpen kauft, hat in der Regel auch keine Möglichkeiten, ihn zurückzugeben, wenn etwas nicht in Ordnung ist, oder wenn es unerwartete Probleme gibt.

Ein seriöser Züchter wird Ihnen einen Vertrag anbieten, der auch eine Rückgabeklausel enthält, der Sie nicht im Regen stehen lässt, wenn Sie mit dem Welpen wider Erwarten überfordert sind, wenn es mit dem Zusammengewöhnen mit andern Haustieren nicht klappt, wenn Sie kurz nach Kauf krank werden oder verunglücken.

Hundekauf ist keine "Geiz-ist-Geil-Sache", sondern der Grundsatz muss heissen "Trau schau wem". Man muss den Züchter und die Welpen besuchen können, die ganze Familie mitnehmen. Falls eines der Kinder aus heiterem Himmel zu schnupfen oder husten anfängt in Anwesenheit von 5-6 Hunden, klären Sie zuerst ab, ob sich da eine bisher verborgene Allergie zeigt.

Der gute Züchter wird Sie nicht unter Kaufdruck setzen, Ihnen nicht erklären, dass in Kürze der nächste Interessent kommt und Sie sofort zugreifen müssen! Er wird Ihnen im Gegenteil sagen, dass Sie einen Kaufentscheid überschlafen, mit der Familie nochmals besprechen sollen. Nur so ist er sicher, dass nicht ein übereilter Entscheid beim Anblick der "herzigen" Welpen gefällt wird und der Kauf seines Hündchens gut überlegt erfolgt.

Beim Abholen bekommen Sie vom Züchter im Normalfall Halsband und Leine, eine schriftliche Fütterungsanleitung, mindestens die Mikrochip-Papiere und das Impfzeugnis mit Angabe des nächsten Impftermins sowie das gewohnte Futter für die erste Woche mit. Damit stellt er sicher, dass der Welpe nicht durch eine plötzliche Futterumstellung an Durchfall leidet.

In der Schweiz werden nicht so viele Welpen geboren, wie Nachfrage nach Jungtieren besteht. Es gibt in- und ausländische "Tierhilfen", die im Ausland "gerettete" Hunde - in der Regel keine Welpen - anbieten. Hier heisst es, vorsichtig zu sein. Es gibt seriöse Organisationen, die sich viel Mühe geben, ihre Schützlinge mit teils schwieriger Vergangenheit so zu platzieren, dass es für den Besitzer und den Hund stimmt. Leider gibt es auch Organisationen, die zwar Rücknahme bei Schwierigkeiten versprechen, aber dies nicht einhalten und den Besitzer, der mit dem nicht strassengewohnten, nicht stubenreinen und vielleicht auch ängstlichen Hund überfordert sind, sich selbst überlassen, d.h. einfach sagen, der Hund würde dann abgeholt, wenn ein neuer Platz gefunden sei.

Eine Nachfrage bei der regionalen oder kantonalen Tierschutzorganisation oder beim Schweizer Tierschutz STS kann hilfreich sein.

 

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